Umfahrung Giswil

Bauvorgang

Der Ausbruch erfolgt mittels konventionellem Sprengvortrieb. Der Ausbruchquer-schnitt von ca. 87 m2 (ohne Sohlgewölbe) bis ca. 98m2 (mit Sohlgewölbe) wird in die Teilausbrüche Kalotte, Strosse und Sohle unterteilt. Der Vortrieb erfolgt steigend vom Nordportal aus.

1. Phase: Ausbruch der Kalotte
2. Phase: Ausbruch der Strosse und nachgezogener Ausbruch des Sohlengewölbes im Bereich des Amdener Mergels
3. Phase: Ausbau des Innengewölbes

Die Ausweitung der Ausstellnische erfolgt gleichzeitig mit dem Ausbruch der Kalotte beziehungsweise Strosse.

Materialbewirtschaftung

Beim Bau des Haupttunnels und dem Sicherheitsstollen fallen insgesamt 250’000 m3 Ausbruchmaterial an. Das Materialbewirtschaftungskonzept berücksichtigt die ausserordentliche Situation, in welcher sich der Kanton Obwalden seit den verschiedenen Hochwasserereignissen in den Jahren 1996 und 1997 in Giswil und Sachseln befindet. Zur Betonherstellung wird kein Tunnelausbruchmaterial verwendet, sondern es wird das besser geeignete Bachmaterial aus den Hochwasserereignissen aufbereitet. Dagegen wird mit rund 100’000 m3 Tunnelausbruch ein 1’000 m langer Hochwasserschutzdamm entlang der Giswiler Laui geschüttet. 20’000 m3 des harten Kalkgesteins werden zu Koffermaterial verarbeitet und im Tunnel und beim Anschluss Giswil wieder eingesetzt. Für die Geländeauffüllung Grossmatt beim Nordportal und für die Überdeckung der Tagbaustrecken sowie der Elektro- und Lüftungszentrale werden die restlichen 110’000 m3 des Tunnelausbruches benötigt.