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Der 1'560 m lange Loppertunnel ist seit Dezember 1984 in Betrieb. Er liegt je zur Hälfte auf Obwaldner und Nidwaldner Boden. Der Loppertunnel ist ein Gegenverkehrstunnel mit einem durchschnittlichen Tagesverkehr von rund 18'000 Fahrzeugen. Dies entspricht in etwa dem Verkehrsaufkommen des Gotthardtunnels. Zum Loppertunnel gehört auch der 350 m lange Abzweigtunnel von der A8 zur A2 Richtung Gotthard.
Untersuchungen zeigten, dass die Bausubstanz des 20-jährigen Tunnels gut ist und dass keine grösseren baulichen Sanierungen notwendig sind. Anders sieht es bei den Betriebs- und Sicherheitsausrüstungen aus. Diese sind „veraltet“. Es gibt kaum noch Ersatzteile. Die Steuerungen sind reparaturanfällig und die Technik ist heute ebenfalls nicht mehr erhältlich.
Erhöhung Tunnelsicherheit
Seit dem Bau des Loppertunnels sind neue SIA-Normen für Strassentunnels und
vom Bundesamt für Strassen (ASTRA) detaillierte und verschärfte Richtlinien
zu fast allen Fachbereichen der Tunnelsicherheit in Kraft getreten. Nach
einer umfangreichen Planung haben die Betreiberkantone Obwalden und
Nidwalden zusammen mit dem ASTRA entschieden, die notwendigen Massnahmen zur
Erhöhung der Tunnelsicherheit und zur Erneuerung der Betriebs und
Sicherheitsausrüstung zu realisieren. Die Arbeiten mussten zeitlich auf den im Bau
stehenden Kirchenwaldtunnel (KWT) mit dem neuen Verbindungstunnel A2 zur A8
(Fahrtrichtung Gotthard – Brünig) abgestimmt werden. Der Loppertunnel kann
so auch rechtzeitig in das neue Betriebs- und Leitsystem des KWT eingebunden
werden. Dies ist mit grossen Vorteilen für eine optimale Überwachung und
einen sicheren und wirtschaftlichen Betrieb durch die beiden Stützpunkte der
Polizei in Sarnen und Stans und durch die Strassenunterhaltsdienste von OW
und NW verbunden.
Umfang der Arbeiten 2005 und 2006:
Vier neue Fluchtwege Zwischen dem bestehenden Loppertunnel und dem neuen Verbindungstunnel A2-A8
wurden alle 300 m Querverbindungen erstellt. Bisher gab es im Loppertunnel
keine separaten Notausgänge. Umbau und Erneuerung der Tunnellüftung: Es
wrude eine Abluftlüftung installiert. Alle 100 m wurde in der
Zwischendecke über dem Fahrraum Öffnungen herausgeschnitten und
Abluftklappen montiert. Die bestehende Lüftungszentrale Z’Matt beim
Südportal muss vollständig umgebaut werden. Ein zweiter Abluftkamin ist
gebaut worden. Mit zwei neuen Axialventilatoren können bis zu 150 m3/sec Rauch
und Abluft aus dem Tunnel abgesogen werden. Im Haupttunnel und im
Abzweigtunnel sorgen 14 kleinere Strahlventilatoren, die an der Decke
aufgehängt sind, für die Steuerung des Luftstromes im Fahrraum.
Signalisation Die in den neuen Richtlinien detailliert vorgeschriebenen
Fluchtwegsignalisation mit den Blitzleuchten bei den Notausgängen sind
montiert. Auf den Banketten wurde eineoptische Führungsbeleuchtung
eingebaut.
Weitere Erneuerungs- und Sanierungsarbeiten
Kabelrohranlagen in den Banketten
Beleuchtung
Brandnotleuchten auf der Seite der Notausgänge
Anpassung der Verkehrssignalisation und –steuerung
Brandmeldeanlage
Tunnelfunk
Videokameras
Messeinrichtungen (Windmessung und Sichttrübung) teilweise neue
Hydrantenleitung
Erweiterung der beiden Zentralen beim Südportal und in der Tunnelmitte in
Verbindung mit den Bedürfnissen des Kirchenwaldtunnelprojektes
Verbesserungen beim Tunnelentwässerungssystem (zusätzliches Stapelbecken
beim
Südportal Z’Matt)
Schachtabdeckungen
Entfernen einer Panzersperre beim Südportal (Betonabbruch)
Auswechseln der gesamten Steuerungsanlage und Einbinden in die neue
Betriebsleit-
ebene (BLE) des KWT
Sanierungsarbeiten Loppertunnel A8

Sanierungsarbeiten Abzweigtunnel A8/A2

Bauablauf in 4 Hauptphasen
| 1. Phase |
März bis September 2005 Arbeiten im Abzweigtunnel Loppertunnel normal im Gegenverkehr befahrbar Der Abzweigtunnel bleibt aber wegen den Arbeiten in der
Südröhre des Kirchenwaldtunnels bis Mitte Juni 2006 gesperrt.
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| 2. Phase |
Juni bis Oktober 2005 Arbeiten im Loppertunnel auf Fahrspur Luzern, Umbau
Lüftungszentrale Südportal Fahrspur Richtung Brünig bleibt offen Fahrspur Richtung Luzern wird um den Lopper umgeleitet Einzelne Totalsperrungen in der Nacht |
| 3. Phase |
November bis Februar / März 2006 Arbeiten im Loppertunnel auf Fahrspur Brünig, Fortsetzung des
Umbaues der Lüftungszentrale Südportal Fahrspur Richtung Brünig wird im Tunnel auf Gegenfahrbahn geleitet Fahrspur Richtung Luzern wird wie in Phase 2 um den Lopper umgeleitet Einzelne Totalsperrungen in der Nacht |
| 4. Phase |
Februar bis April 2006
Inbetriebsetzungsphase (Testphase für die neuen elektromechanischen Anlagen
und Steuerungen)
Einzelne Totalsperrungen in der Nacht |
Tunnelsicherheit während den Bauarbeiten
In der Phase 2 und 3 konnte der Loppertunnel nur einspurig betrieben werden.
Die Baustelle wurde gegen den Verkehr mit einer Abschrankung aus
Stahlelementen und aufgesetzter Holzwand abgetrennt. Alle 100 m waren in
dieser Wand 15 m lange Öffnungen vorgesehen. Sie dienten der
Baustellenversorgung und den Ereignisdiensten im Notfall. Während der
Bauzeit war im Loppertunnel eine Längslüftung installiert. Es wurde zudem eine
Geschwindigkeitsbeschränkung von 60 km/h signalisiert. Für den Ereignisfall
z.B. Arbeitsunfall oder Verkehrsunfall mit Brand wurden spezielle Alarm- und
Sicherheitskonzepte ausgearbeitet.
Ausblick
Nach Abschluss der Arbeiten im Frühling 2006 erfüllte das Bauwerk die
Anforderungen an die Tragfähigkeit, Gebrauchstauglichkeit und die
Dauerhaftigkeit wiederum vollumfänglich. Die Verkehrssicherheit
wurde zu dem massgeblich erhöht.
Zusammen mit der Südröhre das A2 Kirchenwaldtunnels im
Juni 2006 konnteauch der Abzweigtunnel A8-A2 wieder eröffnet werden. Der neue
Verbindungstunnel A2-A8 steht erst Ende 2008 zusammen mit der Eröffnung der
Nordröhre des Kirchenwaldtunnels zur Verfügung. Bereits Mitte 2007wird der 1.5 km lange Abschnitt zwischen dem Südportal des Loppertunnels und
Alpnachstad wieder für den Vierspurbetrieb eröffnet. Die bergseitigen zwei
Spuren dienen heute als Baustellenzufahrt und als Installationsplatz. Sie
werden bis Mitte 2007 umfassend saniert und mit einem neuen lärmarmen Drainbelag versehen.
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